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Psychoanalyse

Sigmund Freud ist wohl einer der bekanntesten Namen in der modernen Psychologie – völlig zurecht: er begründete gegen 1890 die Psychoanalyse. Bei der Psychoanalyse handelt es sich um eine moderne psychologische Theorie, die auch heute noch diskutiert und als Form der Psychotherapie praktiziert wird. Die Psychoanalyse ist ein fester Bestandteil im Lehrplan eines jeden Psychologie-Studenten. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Psychoanalyse zur Theorie der Tiefenpsychologie weiter entwickelt.

Psychoanalyse

Die Psychoanalyse ist ein sehr komplexes Thema.

Worum geht es?

Die Psychoanalyse ist ein sehr komplexes Thema und kann daher an dieser Stelle nur grob zusammenfassend erklärt werden. Freud ging davon aus, dass es im Menschen eine Vielzahl unbewusster Vorgänge gibt, die das Handeln, Denken und Fühlen einer Person beeinflussen – diese unbewussten Vorgänge sollten mit Hilfe der Psychoanalyse “nach Oben”, also ins Bewusstsein befördert werden. Besonders bekannt ist hier Freuds Traumdeutung geworden. Hierbei beschränkte sich Freud aber nicht nur auf das Individuum. Er ging vielmehr davon aus, dass auch die Psychologie einer Gesellschaft auf unbewussten Vorgängen beruht – er war der Ansicht das also beispielsweise auch die menschliche Kultur nur im Zuge von Abläufen entstehen kann, die dem Menschen nicht bewusst sind.

Der Kernpunkt der modernen Psychologie ist jedoch Freuds Psychoanalyse im Bezug auf das Individuum – also den einzelnen Menschen. Hieraus entwickelte sich eine eigenständige Therapieform. Es geht bei dieser Art der Therapie, wie der Name schon sagt, um “die Analyse der Psyche” – in dieser Therapie sollen dem Patienten die unbewussten Vorgänge verdeutlicht werden. Das Ziel ist es dann diese Vorgänge so zu steuern, dass das psychische Leid des Menschen gelindert werden kann. Eine derartige Therapie erstreckt sich in der Regel über mehrere Jahre, wobei in letzter Zeit auch “Kurzzeittherapien” entwickelt wurden und sich stetiger Beliebtheit erfreuen. Die Sitzungen finden in dieser Zeit meist 1-3x wöchentlich statt. Je nach Erkrankungsbild unterscheidet sich der genaue Verlauf der Therapie.

Die Wirkung dieser Art der Psychotherapie ist im Vergleich zu anderen Therapieformen (beispielsweise der Verhaltenstherapie) sehr umstritten. Zwar wird die Therapie von Krankenkassen getragen, allerdings gibt es (noch) keine Studien über den langfristigen Erfolg dieser Methode.