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Schizophrenie

Schizophrenie: Eine Krankheit mit vielen Facetten, vielen Gesichtern und vielen Ausprägungen. Während die Krankheit Schizophrenie im Volksmund immer noch mit der multiplen Persönlichkeitsstörung verwechselt wird, sind die Parallelen nur in einigen Ursachen der beiden Krankheiten zu finden. Die multiple Persönlichkeitsstörung (auch dissioziative Identitätsstörung), ist eine psychische Störung die die Wahrnehmung des Patienten soweit stört, dass er das Gefühl hat in ihm würden mehrere Personen leben. Der Patient kann sich häufig im Nachhinein nicht erinnern, was die “andere” Persönlichkeit getan oder gesagt hat, was mit unter zu Angstzuständen und sozialem Rückzug einher gehen kann. Ursachen einer dissioziativen Identitätsstörung können Misshandlungen, vor allem im frühen Kindesalter, und sehr selten auch stark traumatisierende Erlebnisse im späteren Leben. Diese Krankheit ist ein Schutzmechanismus das, was man nicht verarbeiten kann, vom Bewusstsein abzutrennen.

Schizophrenie

Die Schizophrenie ist ebenfalls eine Bewusstseinsverändernde psychotische Erkrankung.

Ursachen und Symptome

Die Schizophrenie ist ebenfalls eine Bewusstseinsverändernde psychotische Erkrankung. Während die allgemeine Psychologie die Krankheit als neurochemische analysiert, wird sie in der Psychoanalyse teilweise auch als narzisstische Störung verstanden. Ursachen für die Entwicklung einer Schizophrenie sind sowohl im Erbgut, als auch in der Umwelt vorhanden. Häufig gilt ein Zusammenspiel aus bereits genetischen Dispositionen und äußeren Faktoren wie Drogenmissbrauch, Traumata oder schlimme Verluste als günstige Voraussetzung für die Ausbildung der Erkrankung. Besonders bei multiplen Verlusten von engen Familienmitgliedern im frühen Teenageralter und zwischen 20-25 Jahren können teilweise die Ausbildung der Krankheit verstärken. Nachweislich ist auch der frühe Konsum von Haschisch ein verstärkender Faktor. Weitere Ursachen und Gründe für eine Verschlimmerung einer Schizophrenie können somatische Veränderungen im Gehirn sein, durch Schlaganfälle oder ähnliches; sehr großer psychischer und körperlicher Stress, der lange andauert gepaart mit schwachen Nerven und hoher Verletzlichkeit; sowie bestimmte Medikamente und Alkohol.

Symptomatisch lassen sich vor allem im Anfangsstadium nervöse Unruhe, Verwirrtheit und Konzentrationsschwierigkeiten feststellen. Im weiteren Verlauf kann es, je nach Form und Ausprägung der Schizophrenie, zu Halluzinationen (Patienten hören Stimmen, nehmen nicht vorhandene Gerüche wahr etc.), Denkschwierigkeiten (Gedankenstolpern, langsame Gedankengänge die normale Reaktionen unmöglich machen), Veränderungen der Persönlichkeit (Passivität, Rückzug, Mangel an Emotionen und Motivation). Überempfindliche Reaktionen sind typisch für an Schizophrenie erkrankte Menschen, weiter sind sie sehr misstrauisch, leiden unter Schlafstörungen und es kann auch zu körperlichen Stagnationen (Stupor) kommen, bei denen der Patient sich nicht mehr bewegen kann oder in einer Position verharrt, in der man ihn hinterlässt. Diese Beobachtungen machte bereits Bleuler in seinen frühen Studien zur Schizophrenie.

Therapie

Der Psychoanalytiker Paul Eugen Bleuler (Namensgeber der psychischen Störung) beschreibt 1911 weiterhin, dass es zu einer Ambivalenz der Gefühle kommt und Pupillendifferenzen sowie katatone Anfälle typisch sind. Er sieht die Psychotherapie als korrekte Reaktion auf die Erkrankung und glaubt damit Erfolge erzielen zu können. Moderne Mediziner sind sich allerdigns sicher, dass nur die Therapie mit Psychopharmaka langfristig Hilfe leistet. Bereits kleine Dosen können die Symptome minimieren, insgesamt stehen die Heilungschancen relativ gut.